Carfax ist vor allem aus den USA bekannt, wo der Dienst seit Jahrzehnten Fahrzeughistorie-Berichte anbietet. Mit Carfax Europa (carfax.eu) gibt es ein eigenes Angebot für europäische Käufer. Laut Anbieter stammen die Daten aus 30 europäischen Ländern sowie aus den USA und Kanada.
Was Carfax prüft
Carfax nennt auf seiner Website diese Bereiche, zu denen der Bericht Einträge enthalten kann:
- Schäden oder Unfälle
- Wartungen und Inspektionen
- Manipulation des Kilometerstands
- Import-Informationen
- Diebstahl
- Halterwechsel
- Nutzung als Taxi oder Mietwagen
- Offene Rückrufe des Herstellers
Welche Abschnitte tatsächlich gefüllt sind, hängt vom einzelnen Fahrzeug ab. Vor dem Kauf können Sie sich einen Musterbericht ansehen, um einzuschätzen, wie die Angaben aufbereitet sind.
Für wen sich Carfax lohnt
- US-Importe: Wer einen Pick-up, Muscle-Car oder ein anderes Fahrzeug aus den USA kauft, findet bei Carfax oft Einträge aus der Zeit in Nordamerika, zum Beispiel Versicherungsschäden oder Auktionen.
- Frühere Nutzung: Die Angaben zu Taxi- und Mietwagennutzung helfen einzuschätzen, wie stark ein Auto beansprucht wurde.
- Rückrufe: Ein offener Rückruf lässt sich beim Vertragshändler kostenlos erledigen, sollte aber vor dem Kauf bekannt sein.
Grenzen
- Nicht jedes Ereignis wird gemeldet. Privat reparierte Schäden tauchen nicht auf.
- Lücken je nach Land: Für manche Märkte liegen deutlich mehr Daten vor als für andere.
- Keine technische Prüfung: Der Bericht ersetzt weder eine Probefahrt noch einen Blick in den HU-Bericht oder eine Werkstattprüfung.
Fazit
Carfax ist eine solide Wahl, besonders für Fahrzeuge mit Vergangenheit in den USA oder Kanada. Für Autos, die ausschließlich in Europa gelaufen sind, lohnt ein Vergleich mit anderen Anbietern wie carVertical oder Cebia, weil jeder Dienst auf andere Datenquellen zugreift.

